Jedes Jahr die gleiche Frage: «Was hast du dir für das neue Jahr vorgenommen?» Einige nerven sich darüber, andere fangen ganz stolz an aufzulisten, was sie alles in ihrem Leben verändern wollen. Und nun die Quizfrage: Wer fragt im Dezember nach, wie es gelaufen ist? Mich hat das noch nie jemand gefragt. Und wenn ich ehrlich bin, dann bin ich auch ganz froh darüber, denn in den meisten Fällen konnte ich meine Vorsätze nicht halten.
Eigentlich hatte ich mit dieser ganzen «Vorsätze für das neue Jahr»-Geschichte abgeschlossen. Doch da sich in meinem Leben in den letzten zwei Jahren sehr viel verändert hat – meine Arbeitsstelle, mein Wohnort und mein Zivilstand – muss ich mich mit vielen neuen und unbekannten Situationen auseinandersetzen. Und nun möchte ich dieses Jahr einiges «auf die Reihe» bekommen, wie man so schön sagt.
Und hier einige Tipps, wie es dir gelingt im Dezember sagen zu können: «Ich habe meine Vorsätze gehalten»:
Nicht alles auf einmal
Wenn du dir zu viele Ziele setzt, wird es dir schwerfallen, den Überblick zu behalten. Ausserdem wirst du schnell frustriert sein, weil wir nun mal Gewohnheitstiere sind. Zu viele Veränderungen überfordern uns und so können sich keine neuen Routinen entwickeln. Vielleicht versuchst du deine Ziele auf verschiedene Monate aufzuteilen? Der Mensch braucht im Durchschnitt 66 Tage, bis sich eine neue Angewohnheit zur Routine entwickelt hat. So kannst du beispielsweise nach drei Monaten jeweils ein neues Ziel verfolgen – das alte sollte mittlerweile in deinen Tages- oder Wochenablauf integriert sein.
Aufschreiben, und zwar SMART
Notiere dir deine Vorsätze, egal ob das digital oder auf Papier ist. Am besten sorgst du dafür, dass du immer wieder einen Block darauf werfen musst – ob in einer App oder am Badezimmerspiegel ist vollkommen egal.
Ausserdem ist es wichtig, dass du deine Ziele SMART notierst. Die SMART-Formel hilft dir dabei, die Ziele greifbarer zu machen und motiviert, dranzubleiben.
Die Buchstaben stehen für folgendes:
S – Spezifisch: Formuliere möglichst genau, was dein Ziel ist.
M – Messbar: Erwähne Zeit- oder Mengenangaben, um den Erfolg besser kontrollieren zu können
A – Attraktiv: Wieso möchte ich dieses Ziel erreichen?
R – Realistisch: Setze dir ein realistisches Ziel.
T – Terminiert: Setze dir fixe zeitliche Verbindlichkeiten.
Hier ein Beispiel:
«Ich werde dreimal in der Woche, jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag Vormittag für eine halbe Stunde joggen gehen.»
Da ist man doch gleich motivierter, das Ziel zu verfolgen als mit dem plumpen Ziel «Ich will mehr Sport machen.»
Jemanden ins Vertrauen ziehen
Jemanden ins Vertrauen zu ziehen oder sogar dazu zu bringen, mitzumachen, kann ein sehr grosser Motivator sein. Überlege dir, wem du genug vertraust, um mit ihm deine Vorsätze zu teilen und der auch immer wieder nachfragen darf, wie es läuft. Auch Ermahnungen müssen Platz haben dürfen. So wird die Verbindlichkeit grösser, an seinen Zielen dranzubleiben.
Tracken
Notiere deine Fortschritte – am besten in Form eines Trackers. Ein Beispiel für einen Tracker findest du im Blogbeitrag «Routinen» oder auch einfach im Internet, wenn du danach suchst. Wenn du auch so gerne Sachen abhakst wie ich, ist das ein sehr grosser Motivator. Stell dir vor, wie du jeden Abend ein neues Feld ankreuzen kannst…
Dranbleiben
Und ein Tipp zum Abschluss: Mach dir keinen Stress und auch wenn es dir mal nicht gelingt, an deinem Vorsatz festzuhalten: Versuche es am nächsten Tag wieder. Rückschläge gehören zum Leben, genau so wie die Erfolgserlebnisse. Freue dich an den Tagen, an denen dir deine Vorsätze gelingen und lerne aus denen, an denen sie dir nicht gelingen.